Sechster Tag:Vormittags fuhren wir mit der Metropolitana nach Ostia. Wir hatten den ganzen Strand für uns alleine, da die Badesaison noch nicht begonnen hatte. Die Mehrzahl von uns wagte ein erstes Bad im grausam kalten Mittelmeer.
Nach dem Essen besuchten wir eine der vier Hauptkirchen Roms, Santa Maria Maggiore. Papst Liberius ließ um das Jahr 350 die Grundform der Basilika bauen. 433 ließ Sixtus III das Gotteshaus neu erbauen. In der Folgezeit wurde die Basilika durch Hinzufügen der Vorhalle und des Glockenturmes und durch Erneuern der vorderen und hinteren Fassade vergrößert. Der derzeitigen Fassade ist ein Treppenaufgang vorgestellt. Sie gliedert sich in einen Portikus mit fünf Eingängen, den eine dreibogige Loggia überragt. Der romanische Glockenturm ist der höchste Kirchturm Roms. Das Innere mit seiner schlichten Raumgliederung und seiner geraden Linienführung zeigt das Besondere römischer Architektur. Die drei Schiffe der Basilika werden durch 40 ionische Säulen voneinander getrennt. Die holzgeschnitzte Kirchendecke ist der Überlieferung nach mit dem ersten Gold, das aus Amerika nach Rom kam, vergoldet worden. Der Triumphbogen, der das Mittelschiff abschließt, ist mit Mosaiken aus dem 5.Jahrhundert verziert. Der Fußboden stammt von den Kosmaten. Auf dem Architrav schildern 36 Mosaike aus dem 5.Jahrhundert Szenen aus dem alten Testament. Ins Auge fällt das Mosaik in der Apsis, das die Krönung Mariens darstellt.
Danach betrachteten wir die Kirche Santa Pudentia. Sie wurde mehrfach erneuert, ihre Fassade erst im 19.Jahrhundert, aber der Architrav und die Säulen des Portals sind romanisch. Der Glockenturm stammt aus dem 12.Jahrhundert. Im dreischiffigen Inneren fanden wir Fresken, Mosaike und Flachreliefs, die auf verschiedene Epochen zurückgehen.
Den Abend verbrachten wir verabredungsgemäß zusammen mit der schon vorher erwähnten Leverkusener Mädchenklasse. In einem Tanzlokal nahe der Fontana Trevi vergnügten wir uns vortrefflich.